Was ist Pilates ?

 

Die Pilates-Methode ist ein effizientes Ganzkörper-Training. Fokus liegt auf der Kräftigung und Dehnung der Muskulatur. Durch das Anspannen der tiefliegenden, stabilisierenden Rumpfmuskulatur (Zentrierung) können Bewegungsabläufe effizient ausgeführt werden. Außerdem sind eine gute Körperhaltung, die Atmung und die Schulung der Körperwahrnehmung von Bedeutung. Präzise und fließende Bewegungsabläufe und das Erlernen der Pilates-Prinzipien fördern Kraft, Beweglichkeit und Koordination. Dies kann zu mehr Zufriedenheit und Funktionalität im Alltag und einer Leistungsverbesserung im Sport führen.

 

Grundsätzlich ist Pilates für jeden geeignet. Ziele des Pilates-Trainings können sehr  individuell sein. Dazu gehören z.B. eine Verbesserung der Wirbelsäulen-Funktionsfähigkeit durch die Reduzierung von muskulären Verspannungen oder Schmerzen. Weitere Ziele des Trainings können der Ausgleich von muskulären Dysbalancen oder ein Ausgleich zum Alltag / zur ausgeübten Sportart sein. Wichtig ist mir, dass wir gemeinsam an Ihren persönlichen Zielen arbeiten und Sie Spaß an der Bewegung haben.

 

Hintergrund der Methode

 

Joseph Hubert Pilates (1883-1967), der Gründer der Pilates-Methode, wurde in Mönchengladbach geboren. Er war ein kränkliches Kind. Pilates versuchte aktiv seine Leiden zu überwinden, indem er unterschiedliche Sportarten ausübte. Dazu gehörten Gymnastik, Bodybuilding, Tauchen und andere. Joseph Pilates, als Lehrer für „Körperkultur“ beschäftigte sich sowohl mit westlichen als auch mit östlichen Bewegungssystemen und –philosophien. Außerdem wurde er stark von römischen und altgriechischen Heillehren geprägt.

 

1926 entschied er sich, in die USA auszuwandern. Pilates und Clara Zeuner eröffneten 1926 das erste Pilates-Studio in New York. Das Studio wurde von einer wechselnden Klientel frequentiert. Insbesondere die Tänzer-Szene erkannte den wahren Wert von Pilates´ angeborenem und tiefem Verständnis der Funktionsweise des menschlichen Körpers. Die Tänzer entwickelten bald ein Gespür und Verständnis für die von Pilates gelehrte Technik und nahmen sie begeistert an. Das Training half ihnen, besser zu rehabilitieren und/oder ihre Leistung zu verbessern.

 

Für Joseph Pilates war sein Konzept eine Lebensart und ein Weg zu vollkommener Gesundheit und nicht etwa nur eine Reihe von Übungen oder ein rein körperliches Fitnessprogramm. Somit handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz, der in einem lebenslangen Prozess erworben sein will. Trainingsziel ist ein Körper, der „so biegsam ist wie eine Katze, und nicht muskulös wie ein Brauereipferd.“ ist. Im Laufe seiner Karriere entwickelte er ca. 500 Übungsvarianten. Diese können auf der Matte und an speziell entwickelten Übungs-Geräten wie z.B. dem Reformer, dem Caddilac oder dem Chair ausgeführt werden. In Bezug auf das Verständnis für den Körper war Pilates zweifelsohne seiner Zeit weit voraus.

Pilates Prinzipien

Die von Joseph Pilates allgemein gehaltenen Formulierungen wurden von ihm und nachfolgenden – teilweise noch von ihm ausgebildeten – Lehrern zu traditionellen Pilates – Prinzipien zusammengestellt. Keines der Prinzipien steht für sich alleine, sondern jedes einzelne ist im Zusammenhang zu den anderen Prinzipien zu sehen.


Atmung und Bewegungs-Fluss

Es wird mit der Pilates-Atmung (seitlichen Brustkorbatmung) trainiert. Das bedeutet, dass sich bei der Einatmung (Nase) der Brustkorb weitet und bei der Ausatmung (Mund) das Körperzentrum aktiviert wird (Bauchdecke zieht Richtung Wirbelsäule/Anspannung M. transversus abdominis u.a.). Durch eine bewusste und effiziente Atmung werden natürliche Bewegungen erst möglich. Der Atemrhythmus und die Verbindung von einzelnen Bewegungen führen zu einem natürlichen Bewegungsrhythmus. Dieser Rhythmus und das weiche Fortführen von Bewegungen wird auch als Fluss oder Flow bezeichnet, der zu einer Verbesserung der Koordination führt.


Zentrierung

Durch ein „nach innen/oben – Ziehen“ der Bauchdecke/Unterbauch wird die tiefe Rumpfmuskulatur (Core) aktiviert. Dazu gehören v.a. der M. transversus abdominis, die M. Multifidi und die Beckenbodenmuskulatur. Die Anspannung dieser tief liegenden Muskulatur wird als Zentrierung bezeichnet. Sie ermöglicht fließende und ökonomische Bewegungen der Arme und Beine bei gleichzeitiger Stabilisierung der Körpermitte (Becken-Lendenbereich).


Kontrolle

Bei den Übungen werden die Körperhaltung und die einzelnen Bewegungen während der gesamten Übung kontrolliert durchgeführt.


Konzentration

Jede einzelne Übung erfordert Achtsamkeit und Genauigkeit. Die Konzentration auf die Übung ist äußerst wichtig um eine nachhaltige Wirkung erzielen zu können. Der Fokus sollte auf der richtigen Ausführung der Übung liegen und nicht auf der möglichst schnellen Abhandlung.


Präzision

Bei Pilates gilt: Qualität statt Quantität.

 

 
 

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